
Seit rund drei Monaten berät die UPD bundesweit auch auf Türkisch und Russisch. Eine erste Zwischenbilanz
Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) verlängert ihre Hotline-Zeiten
Türkisch- und russischsprachige Ratsuchende können sich ab sofort telefonisch in ihrer Muttersprache zu Gesundheitsfragen beraten lassen
Der Gesetzgeber hat der Unabhängigen Patientenberatung neben der Beratungs- auch eine Rückmeldefunktion zugewiesen. Sie soll der Erfassung von Problemlagen im Gesundheitswesen dienen.
Die UPD hat im letzten Jahr der Modellprojektphase bereits erste Erfahrungen mit der systematischen Erafssung von Beschwerden sammeln können. Im ersten Halbjahr 2010 wurde die Unabhängige Patientenberatung Deutschland von 39.299 Personen in Anspruch genommen. Knapp jede fünfte Kontaktaufnahme zur UPD enthielt eine Beschwerde.
Das Institut für Medizinische Soziologie der Charité Berlin hat diese Beschwerden im Herbst 2010 ausgewertet.
Ein Drittel der 7.645 Beschwerden betrifft Ärzte und Therapeuten, davon wiederum ein Drittel Zahnmediziner. Besonders häufig wird ein Verdacht auf Behandlungsfehler geäußert. Ein weiterer Teil der Beschwerden (rund 22 Prozent) bezieht sich auf die Krankenkassen, vor allem im Hinblick auf die Ablehnung von Anträgen und Leistungen. Der dritte große Beschwerdebereich betrifft mit etwa 12 Prozent die stationären Einrichtungen, also in erster Linie Krankenhäuser.
Die komplette Auswertung der Charité sowie eine Zusammenfassung können Sie hier herunterladen.
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