
UPD Handbuch – Kapitel C Besondere Formen der Patientenberatung
Klassische „Hochglanzzeitschriften“ wie „Eltern“, deren Focus nicht auf den Erkrankungen von Kindern liegt, kommen für die Öffentlichkeitsarbeit einer unabhängigen Patientenberatung kaum in Betracht. Geeigneter ist die örtliche Presse mit ihren Ratgeberseiten. Jedoch ist dabei zu beachten, dass möglichst Themen angesprochen werden, die nicht ausschließlich die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen tangieren. Das können saisonale Themen wie etwa Auslandsreiseversicherungen oder der Schutz vor Zecken sein, aber auch alle anderweitig in den Medien präsente Themen, wie HPV im Frühjahr 2008. Fernsehen und Radio greifen Themen, die die Zielgruppe des Teilprojekts betreffen, nur bei herausragenden Anlässen auf.
Eltern beziehen ihre Informationen vermehrt aus dem Internet. Daher ist eine eigene, auf die Zielgruppe ausgerichtete Internetpräsenz des Beratungsangebotes wichtig, um insbesondere junge Familien zu erreichen.
Unabdingbar ist die Erstellung eines eigenen Flyers (siehe Anlage). Hingegen muss weiteres Material für Messen und Veranstaltungen oder zum Auslegen in der Beratungsstelle nicht selbst entwickelt werden. Gerade für diese Zielgruppe existieren gesicherte themenspezifische Informationsmaterialien der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, des aid-Infodienstes Verbraucherschutz, Ernährung, Landwirtschaft, der Verbraucherzentralen oder örtliche Wegweiser von den Landesgesundheitsministerien und Gesundheitsämtern.
Als weiteres Instrument der Öffentlichkeitsarbeit eignen sich Vorträge zu den oben bereits erwähnten Themen, die sowohl in der Beratungsstelle als auch in ausgesuchten Settings stattfinden können. Hier ist im Vorfeld des Angebotes zu ermitteln, wann ein guter Zeitpunkt ist.
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