
UPD Handbuch – Kapitel D Qualitätsmanagement
Die aktive Nutzung von Medien wie Zeitung, Fernsehen und Radio ist für die UPD wichtig, um gesundheits- und beratungsrelevante Themen publik und auf das Beratungsangebot aufmerksam zu machen. Die Medien kommen aber auch ihrerseits mit der Nachfrage nach Interviewpartner/innen und Stellungnahmen zu ausgewählten aktuellen Themen auf die UPD zu.
Zur Stärkung eines selbstsicheren Auftretens und zur Verbesserung der Fähigkeit, Sachverhalte knapp und verständlich wiederzugeben, wurde das Medientraining entwickelt. Langfristig dient es dazu, den Expertenstatus der Regionalen Beratungsstellen zu festigen.
Inhalte des Trainings sind:
In jeder Beratungsstelle sollte mindestens eine Person ein solches Training absolviert haben. Die erlangten Kompetenzen werden regelmäßig aufgefrischt. Ein Standardtraining wird mindestens einmal jährlich angeboten.
Grundlage für die Beratungsarbeit sind evidenz- und qualitätsgesicherte Informationen. Die Kenntnis und Interpretation des jeweiligen Forschungsstandes bilden häufig die Grundlage für Beratungsaussagen. Insofern handelt es sich bei der Anwendung von evidenzbasierten Informationen um Schnittstellenwissen der Kompetenzfelder. Eine Schulung erfolgt daher kompetenzfeldübergreifend. Sie stellt einen einheitlichen Qualitätsstandard sicher.
Je nach Bedarf werden ein- oder mehrtägige Schulungen angeboten. Sie werden mit Kooperationspartnern durchgeführt, die bereits erprobte Schulungskonzepte in diesem Feld haben.
Zur Schulung gehören die systematische Dokumentation von Informationen sowie die Entwicklung von geeigneten Ablagesystemen, die neben dem Intranet in den Regionalen Beratungsstellen angelegt werden.
Vernetzung und Kooperation vor Ort ist eine unerlässliche Aufgabe jeder Regionalen Beratungsstelle. Die Einbindung der UPD-Beratung in die regionalen Strukturen des Gesundheits- und Sozialbereiches ist notwendig, um Ratsuchende schnell und unbürokratisch an die richtige Stelle weiterverweisen und die Lotsenfunktion wahrnehmen zu können.
Das Kooperationskonzept (siehe Kapitel E) beschreibt die wichtigsten Kooperationspartner und ist für jede Beratungsstelle verbindlich. Es enthält auch Beispiele für Kooperationsvereinbarungen.
Darüber hinaus ist Kooperation und Vernetzung im Zusammenspiel mit den regionalen Trägern Teil der regionalen und überregionalen Arbeit der UPD und damit regelmäßig ein Thema auf den Verbundkonferenzen.
Das „Curriculum Patientenberatung“ (siehe Anlage) greift für diesen Arbeitsbereich vor allem die Kommunikationsfähigkeit in komplexen Kooperationsanliegen, Methoden zur Erschließung von besonderen Ressourcen als Angebot für Kooperationspartner sowie Methoden zu Themen- und/oder Anlassfindung für Kooperationsgespräche auf. Als Schnittstelle zu Öffentlichkeitsarbeit (siehe Kapitel F) werden hier auch Methoden der Öffentlichkeitsarbeit berücksichtigt.
© 2011 Unabhängige Patientenberatung Deutschland | UPD gGmbH
www.upd-online.de
aus dem Festnetz kostenfreies, bundesweites Beratungstelefon:
0800 0 11 77 22